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AnnePerrier

16.6.1922 Lausanne,16.1.2017 Saxon, ref., dann kath., von Sainte-Croix. Tochter des Guillaume, Architekten, und der Elise geb. Meunier. 1947 Jean Hutter, Verleger und Leiter der Editions Payot Lausanne. Maturität, dann abgebrochenes geisteswissenschaftl. Studium in Lausanne. P. schwankte anfänglich zwischen Musik und Poesie, veröffentlichte zwischen 1943 und 1953 in den Zeitschriften "Lettres" und "Rencontre" sowie nach ihrem Übertritt zum Katholizismus und ihrer Begegnung mit Abbé Charles Journet um 1950 in "Nova et vetera" ihre ersten Gedichte. Nach 1960 schloss sie Freundschaft mit Philippe Jaccottet, Maurice Chappaz, Gustave Roud, mit dem portugies. Dichter Cristovam Pavia und 1972 mit dem franz. Dichter Pierre-Albert Jourdan. P. trat rigoros für eine autonome Kunst frei von jedem Engagement ein. Sparsamer Gebrauch rhetor. Mittel, Einfachheit der Wortwahl und Lakonik zeichnen ihren Stil aus. Der Alltag als geistiges Abenteuer steht im Zentrum ihrer Dichtung. Ihre kurzen, zugleich vom Wortlaut und dem Religiösen geprägten Gedichte befragen nicht nur das Wunder der Welt, sondern lassen sich auch auf den Schmerz des Abschieds ein und beschwören eine einfache und friedl. Natur (Bäume, Blumen, Vögel, Bienen), mit der das lyr. Ich im Austausch steht. P. erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1971 Prix Rambert, 1976 Schillerpreis, 1996 Prix des écrivains vaudois, 2000 Grand prix de la littérature française hors de France und 2003 Preis der Fondation Leenards.

Quellen und Literatur

  • La voie nomade: et autres poèmes: œuvres complètes 1952-2007, 2008
  • BCUL, Nachlass
  • P. Amstutz, «Admiranda levium spectacula rerum», in Ecriture, 52, 1998, 70-76
  • Francillon, Littérature, 3, 153-166
  • J.-M. Baude, Anne P., 2004
  • Plans-fixes [Video], 2007
Weblinks
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Lebensdaten ∗︎ 16.6.1922 ✝︎ 16.1.2017