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Robert deTraz

14.5.1884 Paris, 9.1.1951 Nizza, von La Tour-de-Peilz. Sohn des Edouard, Ingenieurs, und der Madeleine geborene Gaume, Französin. Bruder des François Fosca. 1907 Valentine Pictet, Tochter des Louis, Bankiers. Nach dem Gymnasium und einer Banklehre in Paris liess sich Robert de Traz in Genf nieder, wo er 1906 einer der Redaktoren der Zeitschrift "La Voile latine" wurde (bis 1910) und 1911 die Kulturzeitschrift "Les Feuillets" gründete und bis 1913 leitete. In seinem Buch "Im Dienst der Waffen" (1916, französisch 1913) lobte er die Milizarmee. De Traz beteiligte sich 1914 an der Schaffung der Neuen Helvetischen Gesellschaft. 1920 gründete er die Zeitschrift "Revue de Genève", für die er mit Unterstützung von Jacques Chenevière die bekanntesten europäischen Schriftsteller der Zwischenkriegszeit gewinnen konnte. In "L'Esprit de Genève" (1929) rühmte er die internationale Mission der Stadt, Sitz des Völkerbunds. In seinen Romanen "Genfer Liebe 1913" (1989, französisch 1917) und "Fiançailles" (1922) sowie im Novellenband "Complices" (1924) zeichnete er hingegen ein kritisches Bild der Genfer Gesellschaft.

Quellen und Literatur

  • A. Clavien, Les Helvétistes, 1993
  • Francillon, Littérature 2, 372-375
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.5.1884 ✝︎ 9.1.1951

Zitiervorschlag

Roger Francillon: "Traz, Robert de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.02.2014, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016176/2014-02-25/, konsultiert am 29.02.2024.