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PaulRambert

14.7.1866 Zürich, 22.9.1932 Lausanne, ref., von Le Châtelard (heute Gem. Montreux), Noville und Rennaz. Sohn des Eugène (->). 1909 Marie Piccard, Tochter des Jules Piccard. Schwager von Auguste Piccard und Jean Piccard. R. schloss 1885 das Humanist. Gymnasium in Lausanne mit der Matura ab. Sein Rechtsstud. an der Univ. Lausanne unterbrach er 1889, um die gesammelten Werke seines Vaters herauszugeben. 1896 folgte die Promotion, und 1898 erlangte er das Waadtländer Anwaltspatent. 1890 arbeitete er auf der schweiz. Gesandtschaft in Paris. Der liberale R. eröffnete 1898 eine eigene Anwaltskanzlei und durchlief eine zweifache Karriere als Richter und Professor: 1898-1905 war er Präs. des Bezirksgerichts Lausanne, 1906-19 Ersatzrichter am Kantonsgericht Lausanne und 1919-32 Bundesrichter der 2. Zivilkammer. Daneben wirkte er 1905-12 als ao. Prof. an der Univ. Lausanne, ab 1905 für Waadtländer Zivilrecht und Zivilprozessrecht, ab 1908 auch für schweiz. Zivilrecht, 1912-19 als o. Prof. für schweiz. Zivilrecht und Zivilprozessrecht sowie 1908-11 als Dekan der jurist. Fakultät. Nach der Annahme des Zivilgesetzbuchs durch das Parlament 1907 beteiligte sich R. 1909-11 an der Ausarbeitung der Einführungsgesetzgebung. Er gehörte der Gesetzeskommission von 1917 zur Revision des Bundesgesetzes über die Enteignung für im öffentl. Interesse liegende Zwecke, dem Zentralbüro des Œuvre universitaire des étudiants prisonniers de guerre sowie dem Vorstand des Schweiz. Juristenvereins an. Ab 1912 präsidierte er das Büro der Aktionärsversammlung der Waadtländer Kantonalbank. Im "Journal des tribunaux" engagierte er sich ab 1917 als Redaktor. Die Urteile des bedeutenden Juristen und deren Begründungen gelten noch heute als exemplarisch für eine ausgewogene Rechtsprechung. Mitglied der Zofingia.

Quellen und Literatur

  • ACV, Dossier SDA
  • Professeurs Lausanne, 1033 f.
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