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JacquesLect

5.2.1556 Genf, 25.8.1611 Genf, ref., von Genf. Sohn des Barthélemy, Herrn von Mategnin, und der Jeanne Mestrezat. 1) 1586 Elisabeth Munier, Tochter des Antoine, 2) 1591 Esther Guillaud, Tochter des Etienne, 3) 1597 Marie Baronat, Tochter des Jacques. Rechtsstudium in Genf und Bourges. Jurist, ab 1583 Rechtsprofessor an der Akad. Genf. Ab 1584 Mitglied des Kl. Rats, 1597, 1601, 1605 und 1609 Syndic. Als Redner ("Orationes" 1615) und Politiker in der Art eines Demosthenes übernahm L. das polit. Erbe, die Auctoritas, der beiden Genfer Reformatoren Johannes Calvin und Theodor Beza. Er war an den Friedensverhandlungen von Saint-Julien beteiligt und verteidigte in seinen Schriften die althergebrachten Unabhängigkeitssrechte Genfs. Über seinen Freund Isaac Casaubon lieferte er dem franz. Historiker Jacques-Auguste de Thou Informationen, mit deren Hilfe dieser die Genfer Frage in seiner "Historiae sui temporis" unparteiisch bzw. in einer für die Stadt günstigen Art und Weise darstellte. Mit Jean Sarasin verfasste L. "Le citadin de Genève ou Response au cavalier de Savoye" (1606), ein gegen Savoyen gerichtetes Pamphlet. Daneben betätigte er sich als Dichter sowie als Romanist und edierte versch. Werke antiker Autoren und ref. Theologen.

Quellen und Literatur

  • Histoire de l'université de Genève 1, 1900, 296-310, (mit Werkverz.)
  • M. Campagnolo, «Correspondance de Jacques L. avec Isaac Casaubon», in Registres de la Compagnie des pasteurs de Genève 10, 1991, 309-365
  • M. Campagnolo, «Jacques L., juriste et magistrat, "théologien et évêque"», in Jacques Godefroy (1587-1652) et l'humanisme juridique à Genève, hg. von B. Schmidlin, A. Dufour, 1991, 149-173
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