de fr it

Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg)

Die als Dachverband der Schweizer Bankenwelt 1912 auf Initiative von Basler Bankiers gegr. SBVg hat ihren Sitz noch heute in Basel. Parallel dazu existieren spezialisierte Bankverbände, v.a. für die Kantonalbanken, Regionalbanken, ausländ. Banken und Privatbanken (Banken). Die SBVg wurde als Vereinigung natürl. Personen konzipiert. Zunächst konnten lediglich Präs., Vizepräs., Verwaltungsratsdelegierte und Direktoren von Kreditinstituten sowie Besitzer und Teilhaber von Privatbanken Mitglied werden, ab 1937 auch Vizedirektoren und Prokuristen, ab 1947 auch Bankinstitute. Die SBVg wird gemeinhin durch einen Privatbankier präsidiert. Ein ständiges Sekretariat besorgt das Tagesgeschäft, während die Mitglieder in unterschiedl. Expertenkommissionen zu denjenigen Bereichen, in denen sich die SBVg einbringt, aktiv sind. Darunter fallen Rechtsfragen im Bankbereich, die Wirtschafts-, Finanz- sowie Geld- und Währungspolitik des Bundes, die Schweizer Finanzinteressen im Ausland, durch die Konkurrenz im Bankensektor hervorgerufene Schwierigkeiten oder die öffentl. Wahrnehmung der Banken. Daneben bietet die SBVg ihren Mitgliedern Informations- und Dokumentationsdienstleistungen und befasst sich mit Fragen der Ausbildung von Bankangestellten. Als Interessengruppe setzt sie sich für die Banken im weiteren Sinn ein und ist in den polit. Entscheidungsfindungsprozess eingebunden. Dazu kooperiert sie eng mit der Schweiz. Nationalbank, etwa bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Geld- und Währungspolitik, und mit den polit. Behörden, z.B. im Rahmen diplomat. Verhandlungen bei der Verteidigung Schweizer Interessen im Ausland.

Quellen und Literatur

  • 50 Jahre SBVg, 1912-1962, 1962
Kurzinformationen
Variante(n)
SBVg