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Emanuel FriedrichFischer

Porträt, um 1764. Öl auf Leinwand von Johann Nikolaus de Grooth (Burgerbibliothek Bern).
Porträt, um 1764. Öl auf Leinwand von Johann Nikolaus de Grooth (Burgerbibliothek Bern).

13.11.1732 Bern, 27.12.1811 Bern, ref., von Bern. Sohn des Rudolf Friedrich, Zeugherrn. 1760 Katharina von Wattenwyl. Ab 1764 im Berner Gr. Rat, wurde F. 1770 als Landvogt nach Erlach gesandt und 1781 zum zweiten Heimlicher von Burgern gewählt. 1782 rückte er in den Kl. Rat auf, übernahm 1786 das Amt des Böspfennigers und präsidierte die Salzdirektion. 1787 vertrat er Bern als zweiter Gesandter an der Tagsatzung von Frauenfeld. Nach seiner Ernennung zum Feldkriegsrat und Regierungsbevollmächtigten weilte er ab Sept. 1790 bis Jan. 1791 in Aigle und übernahm 1791 das Präsidium der waadtländ. Untersuchungskommission zur Abklärung der dortigen Unruhen. Nach seiner Rückkehr wählte ihn der Rat 1792 zum Venner von Gerbern, 1796 zum Mitglied des Geheimen Rats, erneut zum Feldkriegsrat und zum eidg. Bevollmächtigten in Basel 1797-98. Nach der Helvet. Revolution 1798 entführten die Franzosen F. mit neun anderen Berner Ratsherren nach Strassburg und hielten ihn dort vier Monate fest. 1802 wurde er Obmann der Restaurations-Kommission und der provisor. Regierung. F. war an zahlreichen wichtigen Staatsgeschäften beteiligt; die Zeitgenossen nahmen ihn als geschickten Staatsmann wahr. Er gilt als Hauptinitiant der Gründung der Typograph. Gesellschaft. In diesem Unternehmen und der damit verbundenen Buchhandlung verlor er durch Spekulationen und durch Bürgschaften grosse Summen. Ab 1764 erbaute er das Gut Bellerive-Gwatt. F. ist der Stammvater der Linie von Bellerive-Gwatt.

Quellen und Literatur

  • BBB, FamA
  • von Rodt, Genealogien 2, 60
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