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Heinrich vonRiesenfels

Baron Heinrich von Riesenfels war von September 1727 bis Januar 1730 kaiserlicher Gesandter bei den Drei Bünden und Verwalter der Herrschaft Rhäzüns. Er forcierte die im Zweiten Mailänder Kapitulat von 1726 vorgesehene Emigration der Protestanten aus den Untertanenlanden und betrieb den Verkauf des Münstertals durch den Churer Bischof an den Kaiser. 1728 erreichte er gegen die französisch gesinnten von Salis und unter Missachtung der Rechte des Gotteshausbunds die Wahl des Tirolers Joseph Benedikt von Rost zum Churer Bischof.

Quellen und Literatur

  • F. Caderas, «Graubündens Kapitulat mit Mailand von 1726», in JHGG 89, 1959, 45-130, v.a. 102-110
  • J. Küng, Der Verkauf und der Rückkauf des Münstertals (1728-1762), 1976
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Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung September 1727 Letzterwähnung Januar 1730

Zitiervorschlag

Jürg Simonett: "Riesenfels, Heinrich von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.11.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016927/2010-11-05/, konsultiert am 15.08.2022.