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AlessandroScappi

1572 (?), 20.6.1653, kath., aus Bologna. Sohn des Mario, Senators und 1586 Depositars der Apostol. Kammer, und der Isabella Sampieri. Dr. iur. utr. 1618 Bf. von Campagna und Satriano, 1621-28 Nuntius in der Schweiz, 1627 Bf. von Piacenza. S. vertrat v.a. in Graubünden die Interessen der kath. Kirche. Er förderte die Reform der Klöster Pfäfers und Disentis, trat im Nov. 1623 auf dem Bundstag von Chur für die Ausführung des Lindauer Vertrags von 1622, für die Restitution des Hochstifts Chur sowie für die Wiederherstellung der Klöster St. Luzi, St. Nicolai in Chur und Cazis ein. Er stand 1627 der Wahl und Weihe des Bf. Joseph Mohr vor. Nach ihm sind die 18 Artikel von 1623 benannt, welche die bischöfl. Jurisdiktion in Graubünden im alten Umfang wiederherzustellen versuchten. S. war besonders für die Propaganda Fide eine unentbehrl. Stütze und wirkte an einer friedl. Regelung der Veltliner Frage mit.

Quellen und Literatur

  • Die Hauptinstruktionen Gregors XV. für die Nuntien und Gesandten an den europ. Fürstenhöfen 1621-1623, bearbeitet von K. Jaitner, Bd. 1, 1997, 318-320; Bd. 2, 1997, 668-690
  • M. Dosch, Der Lindauer Vertrag von 1622 und die Gegenreformation in Graubünden, 1970
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