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Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein (SIA)

Der 1837 als Gesellschaft Schweiz. Ingenieure und Architekten von Architekten, Ingenieuren, Bau- und Strasseninspektoren sowie Baumeistern in Aarau gegr. SIA bezweckte ursprünglich die Weiterbildung unter Fachgenossen. Er entwickelte sich rasch und in enger Zusammenarbeit mit dem Eidg. Polytechnikum bzw. später mit der ETH Zürich zum nationalen Berufs- und Interessenverband aller Fachleute aus den Bereichen Bau, Technik, Industrie und Umwelt und zählte 2010 rund 15'000 Mitglieder. Der Verband besteht aus dem Zentralverein, dem seit 1910 ein ständiges Sekretariat angehört und der seinen Sitz seit 1970 im SIA-Haus in Zürich hat, den regionalen Sektionen, den seit 2000 in vier Gruppen eingeteilten Berufsleuten und zahlreichen angegliederten Fachvereinen. Der Verband befasst sich mit der Erarbeitung von Normen (so erstmals 1883 für künstl. Bausteine), Verträgen (ab 1910 für das Submissions- und Bauwesen), Grundlagenpapieren und Dokumentationen zu spezif. Themen. 1877 erstellte der SIA eine erste Honorarordnung und 1909 eine Standesordnung, die eine ethisch korrekte Haltung aller Beteiligten an Planungs- und Bauprozessen forderte. 1910-37 gab der SIA die 30-bändige Reihe "Bürgerhaus der Schweiz" heraus. Seine offiziellen Publikationsorgane sind die deutschsprachige Wochenzeitschrift "Tec21" (1874-82 "Eisenbahn", 1883-1978 "Schweiz. Bauzeitung" und 1979-2000 "SIA: Schweizer Ingenieur und Architekt"), das französischsprachige "Tracés" (1875-2001 "Bulletin technique de la Suisse romande") und die Monatsschrift "Rivista tecnica" (1910-1964 "Rivista tecnica della Svizzera italiana") in ital. Sprache.

Quellen und Literatur

  • 100 Jahre SIA, 1937