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ThomasHenrici

23.6.1597 Gent (Flandern), 19.2.1660 Freiburg i.Br., kath., aus Lothringen. Sohn des Heinrich Deutsch, eines Soldaten in span. Diensten. Jesuitengymnasium in Maastricht und Herzogenbusch (Niederlande). Stud. der Philosophie in Trier, der Theologie in Mainz, Pont-à-Mousson (Lothringen) und Freiburg i.Br. 1621 Priesterweihe. 1623 Prof. der Theologie an der Univ. Freiburg i.Br., 1624 Dr. theol., 1630 Basler Domherr. 1632 Flucht vor den Schweden ins Fürstbistum Basel, 1633 Mission im Auftrag des Basler Fürstbischofs nach Rom, 1634 Generalvikar der Diözese Basel (bis 1652). Nach der Besetzung des Fürstbistums durch schwed. Truppen 1634 erfolglose Mission zum franz. Kg. Ludwig XIII., um die Kriegsnot zu lindern. 1641-54 Stiftspropst in Colmar, 1643 Basler Domdekan, 1648 Weihbischof, 1651 Stiftspropst von Saint-Ursanne. Nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges Wiederaufbau des kirchl. Lebens in der verwüsteten Diözese Basel. Betrieb den Einschluss des Fürstbistums in das Eidg. Defensionale von 1652 und die Erneuerung des Bündnisses mit den sieben kath. Orten von 1655. In seinen theol. Schriften wandte sich H. zuerst gegen die Protestanten, bevor er sich unter dem Eindruck der Kriegsgräuel gegen den Krieg und im "Irenicum catholicum" (1659) für die friedl. Wiedervereinigung der christl. Kirchen aussprach. Bedeutender kath. Ireniker und Vorläufer der Ökumene.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 232
  • M. Jorio, «Der Basler Weihbf. Thomas H. (1597-1660) und sein "Irenicum catholicum" (1659)», in ZSK 72, 1978, 74-106
  • J.P. Renard , Thomas H. (1597-1660), vicaire général du diocèse de Bâle, 2007
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