de fr it

VinzenzWagner

23.6.1606 Bern, 1658, reformiert, von Bern. Sohn des Hans Rudolf, Landvogts, und der Ursula Wurstemberger. 1631 Agatha Stürler, Tochter des Samuel, Grossrats. Französischer Solddienst, Kavalierstouren nach Italien, Spanien und Paris. Ab 1635 Mitglied des Berner Grossen Rats, 1640-1646 Landvogt von Moudon, ab 1647 Mitglied des Kleinen Rats, 1651-1656 Venner zu Schmieden, 1651-1658 Salzdirektor. Tagsatzungsgesandter. 1642 hatte Vinzenz Wagner von König Ludwig XIII. einen Wappenbrief erhalten, der in Bern für ungültig erklärt wurde. Er war jedoch Beweis genug für Wagners gute Beziehungen zur französischen Krone, weshalb Wagner nach Paris geschickt wurde, um dort 1650 und 1653-1654 über die Tilgung der französischen Solddienstschulden zu verhandeln. Im Ersten Villmergerkrieg von 1656 traf Wagner als Oberkommandant der Waadt Verteidigungsanstalten gegen einen befürchteten Angriff Savoyens. 1655 erwarb er die Herrschaft Duillier.

Quellen und Literatur

  • S. Kirchberger, I. Steiger, Bern. Staatsbuch 6, Ms., o.J., 728a (BBB)
  • W.F. von Mülinen, «Standeserhöhungen und Wappenveränderungen bern. Geschlechter», in SAHer 10, 1896, 46-60, 64-84, v.a. 64
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Hans Braun: "Wagner, Vinzenz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.05.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017285/2012-05-14/, konsultiert am 16.04.2024.