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MissionCurrie-Foot

Vom 12.2.1945 bis zum 8.3.1945 fanden in Bern Unterhandlungen zwischen der Schweiz und den Alliierten statt, die als Mission C. bezeichnet werden. Der schweiz. Delegation stand William Rappard vor, ihr starker Mann war jedoch Walter Stucki. Die drei alliierten Delegationen wurden von Lauchlin (oder Laughlin) Currie (USA), Dingle Foot (England) und Paul Charguéraud (F) angeführt. Die Alliierten forderten die Einstellung der schweiz. Exporte an das nationalsozialist. Reich, um seinen Zusammenbruch zu beschleunigen, und die Zerstörung der dt. Finanzressourcen in der Schweiz, um einem Wiedererstarken seiner Macht nach dem Krieg vorzubeugen. Bern verpflichtete sich, die dt. Vermögenswerte und Guthaben in der Schweiz zu sperren (Beschluss vom 16. Febr.), den Gütertransit zwischen Deutschland und Norditalien einzuschränken, den Handelsverkehr mit dem Reich auf ein Minimum zu reduzieren und die Goldkäufe auf die Bedürfnisse der dt. Diplomatie zu beschränken. Die Schweiz geriet damit in den Sog der alliierten Wirtschaftspolitik, was ihre Neutralität tangierte, vermochte aber, eine Kriegserklärung an Deutschland zu vermeiden. Der Druck der Alliierten hielt weiter an und führte 1946 zum Washingtoner Abkommen.

Quellen und Literatur

  • Foreign Relations of United States V, 1944
  • DDS 15 und 16
  • M. Durrer, «Les négociations économiques entre Alliés et Suisses à la veille de la défaite du Troisième Reich», in Relations internationales 30, 1982, 193-207
  • Eizenstat-Ber. 1997
  • Veröff. UEK 16