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NiccolòOddi

26.9.1715 Perugia (Umbrien), 25.5.1767 Arezzo (Toskana). Aus einem Dienstadelsgeschlecht von Perugia. Nach der Kurienlaufbahn 1754 Priester- und Bischofsweihe durch seinen Onkel, Kardinal Giacomo O. 1754-64 Ebf. von Traianopolis. 1754-59 Nuntius in Köln. 1760-64 Nuntius in Luzern, aus gesundheitl. Gründen von Okt. 1760 bis Nov. 1761 in Perugia. 1764 Ebf. von Ravenna und ausserordentl. Nuntius bei der Königswahl Josephs II. in Frankfurt, 1766 Kardinal. O.s konsequente Bemühungen zur Unterdrückung papst- und jesuitenfeindl. Bücher der Druckereien der Fam. Agnelli (Lugano) sowie von, Fortunato Bartolomeo de Felice (Yverdon) und François Grasset (Lausanne) blieben erfolglos. O. und sein Stellvertreter Giovanni Battista Donati unterstützten bei der Wahl von Franz-Friedrich Ambühl zum Bischof 1760 das Sittener Domkapitel, das sich gegen die Eingriffe der weltl. Macht in die Bischofswahlen wandte. 1763 führte O. aufgrund erhebl. Missstände eine Visitation des Stifts St. Niklaus in Freiburg durch. Im Gegensatz zu vielen anderen Nuntien stand O. bei der Luzerner Führungsgruppe in hohem Ansehen.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 53
  • U. Fink, Die Luzerner Nuntiatur 1586-1873, 1997
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