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OttavioParavicini

1552 Rom, 3.2.1611 Rom, aus röm. Adel. 1584 Bf. von Alessandria, 1587-91 Nuntius in der Schweiz, 1591 Kardinal, 1600 Protektor Deutschlands. P. strebte in Luzern die Einrichtung eines bischöfl. Kommissariats an und empfahl in Rom die Gründung eines Schweizer Bistums. Neben Visitationen von Kirchen und Klöstern in der kath. Schweiz betrieb P. in Konstanz, dem er 1588 eine Visitation abstattete, wegen Missachtung der Residenzpflicht durch den Bf. Mark Sittich von Hohenems die Ernennung eines Koadjutors und erreichte 1589 die Resignation des Bischofs. P. förderte die Kapuziner und Jesuiten. Da von ihm geworbene Schweizer Truppen im Dienste der kath. Liga ihren Sold nicht erhielten, geriet der sonst beliebte P. in Bedrängnis und musste die Schweiz verlassen.

Quellen und Literatur

  • E. Giddey, «Le nonce Ottavio P.», in SZG 5, 1955, 369-375
  • LThK 8, 90 f.
  • HS I/1, 43; I/2, 418, 690
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Lebensdaten ∗︎ 1552 ✝︎ 3.2.1611