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GiuseppeVinci

27.7.1736 Fermo (Marken), 30.9.1795 Rom. Sohn des Gian Simone, Patriziers, und der Aldegonda Massei, aus der Fam. der Gf. von Ascoli. 1763 Signaturreferendar, 1765 Gouverneur, 1778 Präs. der apostol. Kammer, 1785 Priester und Titularebf. von Beirut, 1785-88 und nach einer Kur in Italien 1790-94 erneut Nuntius in Luzern, 1794 Maggiordomo. Als Nuntius galt V.s Hauptsorge nach dem Zusammenbruch der kirchl. Struktur im Elsass (Klosteraufhebungen und Zivilverfassung) und im Fürstbistum Basel (1790-91 Unruhen, 1792 Flucht von Bf. Franz Joseph Sigismund von Roggenbach vor den Revolutionstruppen) den franz. Emigranten und dem Versuch, eine provisorische kirchl. Ordnung zu gewährleisten. Er löste die Nachfolgefragen in Schweizer Klöstern sowie mit der Wahl Joseph Anton Blatters 1790 (Weihe durch V.) und Karl Rudolf Buols von Schauenstein 1794 in den Bistümern Sitten und Chur.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 54
  • C. Weber, Legati e governatori dello Stato pontificio (1550-1809), 1994, 975 f.
  • C. Weber, Die päpstl. Referendare 1566-1809, Bd. 3, 2004, 978
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