de fr it

Giovanni AntonioVolpe

30.12.1513 Como, 28.8.1588 Como, katholisch. Sohn des Giovanpietro, Juristen. Aus dem Comasker Adel stammend. Humanistische und juristische Studien in Padua (Dr. iur. utr.), um 1547 in Rom bei Kardinal Alessandro Farnese, 1559 Bischof von Como, danach Priester- bzw. Bischofsweihe. 1560-1564, 1565 und 1573-1574 war Volpe auf Empfehlung von Karl Borromäus Nuntius in der Schweiz. Dank guter Kenntnisse der Situation bewahrte er während der ersten Nuntiatur im Glarnerhandel die Eidgenossen vor dem Bürgerkrieg und regelte 1561 die umstrittene Wahl Mark Sittichs von Hohenems zum Konstanzer Bischof. 1560 war er am Bündnis der katholischen Kantone mit Savoyen und 1565 an demjenigen mit Pius IV. beteiligt. Er förderte die Beschickung der dritten Tagungsperiode des Trienter Konzils durch die katholische Schweiz. Zwar schlug Volpe die zweite und dritte Nuntiatur ab, führte sie aber indirekt doch aus. Auch später kümmerte er sich um die Schweiz.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 41; I/6, 187 f.
Weblinks
Weitere Links
e-LIR
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Urban Fink: "Volpe, Giovanni Antonio", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.09.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017921/2012-09-24/, konsultiert am 24.02.2024.