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MatthiasNetstaler

um 1370 Netstal, zwischen 1437 und Herbst 1440, von Glarus und ab 1427 von Zürich. Der Überlieferung nach Sohn des Wilhelm, Richters, und der (Vorname unbekannt) Mülner. Elisabeth (oder Anna) von Moos, Tochter des Heinrich, Schultheissen, Schwester des Heinrich von Moos. 1395 Bürge für Glarus beim Loskauf von Säckingen. 1411, 1416 und 1418 Tagsatzungsgesandter. Vor 1418 Glarner Landammann. N. vermittelte 1418 in einem Streit der Frh. von Rhäzüns, die ihm 1425 die Alp Ranasca am Panixerpass verpfändeten. 1421 stiftete er eine Kapelle in Netstal. Er besass nach Aegidius Tschudi Güter im Land Glarus, im Gaster, in der March, im Sarganserland und am rechten Zürichseeufer in Meilen, in Herrliberg (Gut Schipf) sowie vermutlich die Burg Liebenberg (Gem. Mönchaltorf).

Quellen und Literatur

  • A. Tschudi, Chronicon Helveticum, Tl. 8-10, bearb. von B. Stettler, 1990-94
  • J.J. Kubly-Müller, «Die Landammänner von Glarus 1242-1928», in JbGL 46, 1932, 19 f.
  • H. von Meyenburg, Die Schipf in Herrliberg, 1957, 14-22
  • P. und H. Thürer, Gesch. der Gem. Netstal, 1963, 65 f.
  • R. Kamm, Glarus zwischen Habsburg und Zürich, 2010, 149