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HansSchübelbach

Erstmals bezeugt 1427, nach 1461 Glarus, von Glarus. Angeblich Sohn des Rudolf (1388). Verheiratet. Nicht immer von seinem gleichnamigen Sohn zu unterscheiden, der als Seckelmeister und Tagsatzungsgesandter wirkte. 1427 und 1437 Landvogt im Freiamt sowie im Toggenburger Erbschaftskrieg 1444 Landvogt in den Herrschaften Freudenberg und Nidberg. Laut Überlieferung 1444-48 und 1456-61 Glarner Landammann, in Urkunden und Abschieden 1456 und 1457 als Landammann, 1452, 1455 und 1458 als Altlandammann bezeichnet. Ab 1427 Tagsatzungsgesandter, oft Schiedsbote. 1428 Bevollmächtigter im Flumserhandel, 1452 Vermittler in der Schamserfehde und 1455-58 in den Konflikten zwischen dem St. Galler Fürstabt und der Stadt St. Gallen bzw. Appenzell. 1466 war S. oder eher sein Sohn Schiedsrichter zwischen dem Gf. Jörg von Werdenberg-Sargans und den Herren von Brandis wegen der Ablösung der Herrschaft Vaduz.

Quellen und Literatur

  • A. Tschudi, Chronicon Helveticum, Tl. 10, bearb. von B. Stettler, 1994, 67; Tl. 11, 1996, 272, 316 f., 344-346
  • J.J. Kubly-Müller, «Die Landammänner von Glarus 1242-1928», in JbGL 46, 1932, 23 f.
  • R. Kamm, Glarus zwischen Habsburg und Zürich, 2010, 152 f.