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Hans ConradHeidegger

12.1.1710 Zürich, 2.5.1778 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich, Landvogts von Grüningen, und der Elisabeth Hottinger. 1) 1741 Cleophea Escher vom Glas, Tochter des Johannes, 2) 1777 Anna Magdalena Landolt, Witwe des Hans Rudolf Werdmüller, Stadthauptmanns. Grundausbildung durch Privatlehrer in Grüningen. 1729 Stud. der neuen Sprachen in Lausanne und Neuenburg. Ein Aufenthalt in Berlin verschaffte H. Einblicke in ein vorbildlich verwaltetes Staatswesen. Nach seiner Rückkehr trat er in die Zürcher Staatskanzlei ein. Daneben war er Landschreiber in Weiningen und ehrenamtl. Bibliothekar der Stadtbibliothek, deren Bestand er erstmals katalogisierte und dem Publikum zugänglich machte. Seine polit. Karriere begann H. 1741 als Vertreter der Schmiden im Zürcher Gr. Rat. Ab 1752 amtierte er als Ratsherr freier Wahl, zusätzlich ab 1754 als Salzherr, ab 1757 als Geheimer Rat und ab 1759 als Seckelmeister, ehe er 1768 zum Bürgermeister ernannt wurde. Sein Bildungsdrang liess ihn 1746 zum Mitbegründer der Physikal. Gesellschaft werden. Als Examinator hatte er ab 1748 direkt mit den Zürcher Schulen zu tun. Bei der Schulreform von 1765-73 war er die treibende Kraft. Finanzpolitisch profilierte er sich 1755 bei der Gründung der staatl. Bank Leu & Co., die dem Zürcher Kapital Anlagemöglichkeiten im Ausland verschaffte. Seine diplomat. Fähigkeiten bewies H. 1748-59 im Toggenburger Handel mit der Versöhnung zwischen dem Toggenburg und dem Abt von St. Gallen, 1766 mit den Vermittlungsversuchen in den Genfer Verfassungskämpfen und 1777 beim Abschluss des Bündnisses zwischen Frankreich und der Eidgenossenschaft. Letzteres liess ihn zum Staatsmann von eidg. Bedeutung werden.

Quellen und Literatur

  • A. Hesse, Johann Conrad H., 1945
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