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LuxZeiner

um 1454, um 1513 . Sohn des Hans, Malers in Zürich. Agathe Bridler. Erstmals 1476 urkundlich erwähnt, beteiligte sich Z. 1489 am Aufstand gegen Hans Waldmann. 1495 kam Z. als Vertreter der Meisenzunft in den Gr. Rat von Zürich. Zudem war er als Landvogt, Weinschenk, Fleischschätzer, Feuerbeschauer und Amtmann tätig. Ab 1513 verschwindet sein Name aus den Akten. Um 1500 galt Z. als der renommierteste Glasmaler in der Eidgenossenschaft. Sein umfangreiches künstler. Schaffen ist nur durch schriftl. Quellen belegt, die fast ausschliesslich seine Tätigkeit als Glasmaler dokumentieren. Er bekam u.a. zahlreiche Aufträge vom Rat der Stadt Zürich sowie von Klöstern und Kirchen der Inner- und Ostschweiz. In der Forschung wurde Z. auch in Verbindung mit dem älteren Zürcher Nelkenmeister gebracht. Da keine signierten Werke des Künstlers existieren, beruhen die meisten Zuschreibungen auf stilist. Vergleichen mit den wenigen archivalisch nachweisbaren Glasgemälden. Zu den urkundlich belegten Arbeiten gehören die Standesscheiben, welche die zehn eidg. Orte 1500 für den neuen Badener Tagsatzungssaal bestellten. Bei dieser geschlossenen Serie handelt es sich um den ältesten, noch vollständig erhaltenen Standesscheibenzyklus der Schweiz (z.T. im Schweiz. Landesmuseum). Sein einheitl. Kompositionsschema mit Standesschild, Reichsadlerschild und Reichskrone, mit flankierenden Schildhalterfiguren in Form von Bannerträgern sowie einer rahmenden Arkade prägte als ikonograf. Typus nachhaltig die schweiz. Glasmalerei und entwickelte sich zu einer spezifischen herald. Repräsentationsform der eidg. Orte.

Quellen und Literatur

  • H. Lehmann, «Lukas Z. und die spätgot. Glasmalerei in Zürich», in Mitt. der Antiquar. Ges. in Zürich 30, H. 2, 1926
  • J. Schneider, Die Standesscheiben von Lukas Z. im Tagsatzungssaal zu Baden (Schweiz), 1954
  • J. Schneider, Glasgemälde, 2 Bde., [1971]
  • BLSK, 1160 f.
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Lukas Zeiner
Lebensdaten ∗︎ um 1454 ✝︎ um 1513