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Antoine dePeney

Erstmals erw. 1446/47 in Moudon, letztmals 1480 in Freiburg. Vermutlich aus der Fam. der Anfang des 15. Jh. in Bussy-sur-Moudon und 1422/23 in Moudon tätigen Zimmerleute. P. hatte eine Ausbildung als Zimmermann und arbeitete in einer Zeit, als die Stadt zum Herzogtum Savoyen gehörte (3. Viertel des 15. Jh.) als Holz- und Steinbildhauer in Freiburg. Sein Hauptwerk ist das 1460-65/66 geschaffene Chorgestühl der Pfarrkirche St. Niklaus in Freiburg. Auch das Abendmahlrelief im Zisterzienserinnenkloster La Maigrauge, drei Apostelstatuen aus Sandstein am Hauptportal der Pfarrkirche St. Niklaus und eine Pietà in Tavel werden ihm zugeschrieben. 1462 erhielt er den Auftrag, Statuen zu Stationen der Leidensgeschichte Christi für die Kirche von Estavayer-le-Lac zu schaffen (heute verschollen). P. ist wohl der Schöpfer von grossen Teilen des Chorgestühls der Kirche von Romont (FR), das 1468 von Rodolphe Pottu und seinen Söhnen vollendet wurde. Hier war er mit der Geistlichkeit in einen Streit geraten, der 1464 zu seiner Exkommunikation führte. P. wurde danach häufig für untergeordnete Arbeiten beigezogen, erscheint jedoch nochmals im Zusammenhang mit dem Bau des Glockenturms von St. Niklaus in Freiburg (1470-77). Seine Werkstatt wurde wahrscheinlich nach 1480 von seinem Neffen Claude übernommen.

Quellen und Literatur

  • M. Grandjean, «Charpentiers de stalles et tailleurs d'images en Suisse romande au XVe siècle, approche documentaire», in Stalles de la Savoie médiévale, 1991, 15 f.
  • BLSK, 811
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Lebensdaten Ersterwähnung 1446/47 Letzterwähnung 1480