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LukasSchwarz

Erstmals erw. 1498 in Bern, zwischen 1520 und 1526 Bern. Verheiratet. S. war Glaser und Glasmaler in Bern und besass ein Haus an der Schattseite der Kramgasse. Er führte vermutlich zunächst auch Aufträge von Urs Werder aus, denn er wird in dessen Testament um 1499 neben anderen Glasmalern genannt. 1508 erhielt er von der Gesellschaft zum Distelzwang eine Zahlung für gelieferte Arbeiten. 1506-18 taucht er regelmässig in den Berner Säckelamtsrechnungen auf, wobei sein Verdienst bis 1515 zur Tilgung einer grösseren Schuld verwendet wurde, die er beim Rat hatte. 1509 trat S. als Zeuge im Jetzerprozess auf. Vor 1511 lieferte er den Barfüssern in Domodossola ein Wappen. Vor 1526 arbeitete er für das St. Vinzenzenstift in Bern und für Johann von Diesbach. 1526 verpflichteten sich die Erben des Letzteren, die ausstehende Zahlung der Witwe von S. zu leisten. Die bisherigen Werkzuschreibungen halten einer krit. Prüfung nicht stand. Weder fanden sich erhalten gebliebene, signierte Glasscheiben, noch eindeutige Nennungen in den Schriftquellen.

Quellen und Literatur

  • SKL 2, 297; 3, 94; 4, 396
  • H. Lehmann, «Die Glasmalerei in Bern am Ende des 15. und Anfang des 16. Jh.», in ASA 15, 1913, 205-226, 321-345; 16, 1914, 41-52
  • B. Kurmann-Schwarz, Die Glasmalereien des 15. bis 18. Jh. im Berner Münster, 1998, v.a. 364-367
Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1498 ✝︎ zwischen 1520 und 1526