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BalthasarHützschin

um 1430 Basel, zwischen 1481 und 1484 Basel, von Basel. Sohn des Hans, aus Thann (Elsass), und der Greda Swab. Anna (Nachname unbekannt). 1437-58 stand H. unter Vormundschaft; zunächst wurde er von seinem älteren Bruder Claus, dann von Burkhard Besserer und ab 1444 von Hans Zscheckenbürlin bevogtet, bis er 1458 Zu Hausgenossen zünftig wurde. 1464 kaufte er für 600 Gulden das Haus Zum Rebstock (Sporengasse 13), in dem er bis zu seinem Tode lebte und als Goldschmied arbeitete. 1463-73 war er als Meister Mitglied des Rats, ab 1469 Ratsherr. Spätestens ab 1472 wirkte er als Wardein (Münzprüfer) an der Goldenen Münze in Basel. Ab 1474 hatte er zusammen mit Mathis Eberler, Grünenzweig genannt, den Stadtwechsel inne. Aufgrund von Betrügereien wurde H. 1474 verhaftet und verliess ein Jahr später die Stadt. Der Basler Rat berief ihn jedoch im selben Jahr in die alte Position zurück. 1480 befand sich H. unter den vom Rat berufenen Verhandlungsvertretern, die mit Freiburg i.Br., Colmar und Breisach einen Münzvertrag abschlossen. Die letzte Erwähnung H.s datiert von 1481 und 1484 ist er bereits als verstorben bezeugt. H. gehörte zu den talentiertesten Goldschmieden im Basel des 15. Jh. Stilistisch zeigt er Verwandschaft mit Stichen des Meisters E.S. Zu seinem Werk gehört u.a. das Siegel mit der Schildhalterin (StABS).

Quellen und Literatur

  • E. Major, «Das Siegel des Basler Goldschmieds Balthasar Hützschin», in SAHer 18, 1904, 89-93
  • SKL 2, 101 f.
Kurzinformationen
Variante(n)
Balthasar Hütschi
Lebensdaten ∗︎ um 1430 ✝︎ zwischen 1481 und 1484