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NicolausLawelin

1419 erstmals erwähnt in Basel, spätestens 1447, aus Tübingen. Der L. genannte Maler hiess eigentlich Nicolaus Rüsch. 1) Anna von Tietwiler, 2) Ursula (Nachname unbekannt). Über die erste Ehefrau mit Konrad Witz verwandt. L.s künstler. Tätigkeit ist erst ab 1425 überliefert, als er für das Bemalen von 300 Gewehren und 22 Schilden entlöhnt wurde. Ein Jahr später fasste er das (wohl plastische) Bild des hl. Christophorus auf dem Basler Kornmarkt. Er führte hauptsächlich Aufträge der Stadt Basel aus, für die er v.a. Tartschen (Schilde), Fahnen und Skulpturen bemalte. Solche Tätigkeiten wurden damals auch von den führenden Künstlern verrichtet. 1440-41 schuf L. Wandmalereien im Inneren des Basler Kornhauses (evtl. mit Konrad Witz), 1446 drei Bilder (Jungfrau Maria, Johannes der Täufer, Johannes Evangelist) für die Kartause Basel, wofür er und seine Frau in das Gebet der Mönche eingeschlossen wurden. L. lebte in gesellschaftlich gehobener Stellung und dürfte vermögend gewesen sein. Zwischen 1427 und 1443 vertrat er mehrfach die Himmelzunft (Zunft der Künstler und Sattler) im Basler Rat und nahm als Vormund (Vogt) von Witwen auch soziale Verantwortung wahr. Er besass ein Haus, das er zwischen 1440 und 1442 verkaufte. Als vielseitiger Künstler war L. sowohl als Tafel- als auch als Fass- und Wandmaler tätig. Sein künstler. Ausdruck ist nicht mehr fassbar, da keines seiner Werke überliefert ist bzw. ihm kein Werk zugeschrieben werden kann.

Quellen und Literatur

  • H. Rott, Qu. und Forsch. zur südwestdt. und schweiz. Kunstgesch. im 15. und 16. Jh., Tl. 3, Bd. 2, 1936, 12-15
  • BLSK, 615 f.
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Nicolaus Rüsch (Taufname)
Lebensdaten Ersterwähnung 1419 ✝︎ spätestens 1447