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GuillaumeFribor

Zwischen 1454 und 1496 bezeugt, vermutlich aus Tarent, auch Mercier genannt. Sohn des Jean (->). 1454-84 Mitglied der Bruderschaft vom Hl. Geist von Saint-Gervais in Genf. Zusammen mit seinem Vater, später mit andern Giessern wie seinem Neffen Aymon Cantal und seinem Schwiegersohn Perronet goss und reparierte F. grosse Glocken, von denen zahlreiche noch erhalten sind, namentlich in Yverdon (1456-57), Lutry (1459), Villeneuve (1460), Aubonne (1469-70 und 1493-94), Genthod (1471, vormals Ballaison in Savoyen), Montreux (1473), Nyon (1477 und 1479, mehrere Glocken), Estavayer (1480), Grandcour (1482), Orbe (1483), Vouvry (1494) und in Romont (FR, 1495-96). Vergleicht man die Verzierungen, so können weitere Glocken F.s Werkstatt zugeschrieben werden: Genf (1460, 1470, 1486), Villeneuve (VD, 1460), Bercher und Chailly-sur-Clarens (1480). Die Qualität des Gusses und des Glockentons, die Sorgfalt in der Ausrichtung von Verzierungen und Texten, die hervorragenden gezeichneten Vorlagen für die Ikonografie (häufig Szenen aus dem Leben Jesu oder der Heiligen, unter einem Zierstreifen von Blumenornamenten) machten F. zu einem herausragenden Künstler von internat. Rang. Sein Werk ist vom dt. Stil beeinflusst (Nürnberg und österr. Werkstätten).

Quellen und Literatur

  • Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève 8, 1852
  • A. Cahorn, «Les cloches du canton de Genève», in Genava 2, 1924, 132, 142
  • Trésors d'art religieux en Pays de Vaud, Ausstellungskat. Lausanne, 1982
  • La maison de Savoie en Pays de Vaud, Ausstellungskat. Lausanne, 1990
  • M. Grandjean et al., Lutry, arts et monuments 1, 1990
Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1454 Letzterwähnung 1496