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MartinLebzelter

1492 erstmals in Basel erwähnt als Bildschnitzer, 1520 Basel, aus Ulm, ab 1492 von Basel. Wohl Sohn des Paul Lebzelter. Von den Werken, die mit Sicherheit auf Martin Lebzelter zurückgehen, sind einige zum Teil erhalten, so der für 240 Gulden hergestellte Schnitzaltar (1505-1511) für die Stiftskirche Saint-Marcel in Delsberg sowie die figürlichen Schlusssteine des Chorgewölbes von Sankt Leonhard in Basel (1512). Für die nicht überlieferten Arbeiten sind zum Teil Auftragserteilungen urkundlich überliefert, darunter eine aus dem Jahr 1517 für die Kirche von Glovelier. Da kunstgeschichtliche Forschungen überdies noch mehrere andere Arbeiten Lebzelters Werkstatt zuschreiben, darunter das Flügelrelief mit dem heiligen Laurentius aus Rädersdorf (um 1515) und das Leuchterweibchen der Basler Gartnerzunft (um 1520), dürfte deren Auftragslage ausgesprochen gut gewesen sein. Seine Werkstatt war neben derjenigen von Jos und Dominicus Guntersumer (Vater und Sohn) und jener von Martin Hoffmann das dritte herausragende Bildhaueratelier in der spätmittelalterlichen Rheinstadt.

Quellen und Literatur

  • Burckhardt, Daniel: «Lebzelter, Martin», in: Schweizerisches Künstler-Lexikon, Bd. 2, 1908, S. 237.
  • Kaufmann-Hagenbach, Annie: Die Basler Plastik des 15. und frühen 16. Jahrhunderts, 1952.
  • Fuchs, Monique: La sculpture en Haute-Alsace à la fin du Moyen Age 1456-1521, 1987.
Von der Redaktion ergänzt
  • Guillot de Suduiraut, Sophie: «Un sculpteur souabe à Bâle. Martin Lebzelter», in: Kahsnitz, Rainer; Volk, Peter (Hg.): Skulptur in Süddeutschland 1400-1770. Festschrift für Alfred Schädler, 1998, S. 157-176.
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Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1492 ✝︎ 1520

Zitiervorschlag

Franz-Josef Sladeczek: "Lebzelter, Martin", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.03.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018369/2022-03-29/, konsultiert am 27.05.2022.