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Hans HeinrichTieffenthal

vor 1418, vor 1472, aus Schlettstadt (Elsass), ab 1420 von Basel. Hans Heinrich Tieffenthal kam 1418 nach Basel, wo er die Elendkreuzkapelle ausmalte. Im Arbeitskontrakt wurde festgehalten, dass bestimmte Dekorationsmalereien wie der Sternenhimmel der Kartause zu Dijon als Vorbild dienen sollten. Burgundische und Pariser Einflüsse prägten den Stil des oberrheinischen Meisters. 1422 ist Tieffenthal als Stadtmaler in Schlettstadt fassbar. 1433 liess er sich in Strassburg nieder, wo er 1444 zum Ratsherrn gewählt wurde. Als Meister stand er einem Atelier mit mehreren Mitarbeitern vor, darunter auch Jost Haller. Unter Tieffenthals Hauptwerken ragen das "Frankfurter Paradiesgärtlein", die "Winterthurer Verkündigung" und die "Solothurner Madonna in den Erdbeeren" hervor.

Quellen und Literatur

  • SKL 2, 14
  • Kdm BS 3, 1941, 338-343
  • R. Suckale, «Les peintres Hans Stocker et Hans Tiefental», in Revue de l'Art 120, 1998, 58-67
  • Slg. Oskar Reinhart "Am Römerholz", Winterthur, hg. von M. Reinhard-Felice, 2003, 108-112
Weblinks
Kurzinformationen
Variante(n)
Hans Heinrich Tiefental
Lebensdaten ∗︎ vor 1418 ✝︎ vor 1472

Zitiervorschlag

Thomas Freivogel: "Tieffenthal, Hans Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.12.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018374/2013-12-18/, konsultiert am 13.04.2024.