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Ludwig

Erstmals erwähnt 1150, vermutlich 1162. Ludwig wird gelegentlich dem Geschlecht der von Grandson zugeordnet und könnte um 1140 als Chorherr und Dekan von Lausanne gewirkt haben. Als Bischof von Sitten ab 1150 und als Anhänger des Kaisers Friedrich I. Barbarossa nahm er am Reichstag von Roncaglia (Emilia Romagna) teil, den dieser 1158 einberief. Gegenüber den Zähringern festigte Ludwig seine weltliche Macht, indem er sich auf eine angebliche Schenkung Karls des Grossen an die Bischöfe von Sitten berief. Die in der Stadt gelegene Kathedrale von Sitten wurde vielleicht unter Ludwigs Episkopat erbaut.

Quellen und Literatur

  • M. Reymond, «Un Grandson et un Blonay, évêques de Sion», in RHV 44, 1936, 336-343
  • HS I/5, 154-156
Weblinks

Zitiervorschlag

Bernard Andenmatten: "Ludwig", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.09.2006, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018495/2006-09-13/, konsultiert am 04.02.2023.