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Jacobinus deMalacridis

1505 erw. in Sitten, Familienname im 15. Jh. in Como belegt. Der Schreiner und Holzbildhauer (lignifaber) arbeitete am Supersaxohaus in Sitten. Auf ihn geht die Decke mit polychromen und vergoldeten Schnitzereien im Saal des zweiten Stocks von 1505 zurück, ein einzigartiges Meisterwerk der Spätgotik. Zudem führte er drei Türen (eine davon befindet sich im Schweiz. Landesmuseum) und die Kassetten des Eingangsflurs aus. Aufgrund ähnl. dekorativer Elemente werden ihm die Decken im ehem. Vicedomini-Palast in Como, im Schloss Locarno und im ehem. Muggiasca- oder Ruscahaus in Bellinzona zugeschrieben.

Quellen und Literatur

  • L. Perrone, «Di un soffitto gotico in Como», in Rivista archeologica dell'antica provincia e diocesi di Como, 1931, 89-99
  • Gilardoni, Inventario, 55
  • A. Donnet, Le plafond de Jacobinus Malacrida à la maison Supersaxo à Sion, 1964
  • Kdm TI 1, 1972, 55-57, 59
Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1505

Zitiervorschlag

Cassina, Gaëtan: "Malacridis, Jacobinus de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.12.2009, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018581/2009-12-03/, konsultiert am 28.11.2020.