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GiacomoJaquerio

um 1375-80 Turin, 27.4.1453 Turin. Sohn des Giovanni, Malers. Der Maler J. stammt aus einer Künstlerfam., die ab dem 14. Jh. in Turin wohnhaft war. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der internat. Gotik in der Alpenregion. 1401 schuf er ein "Jüngstes Gericht" (zerstört) in der Dominikanerkirche von Genf und gegen 1415 Fresken in der Abteikirche von Sant'Antonio di Ranverso (Piemont). In Turin besass J. ein Haus. Er arbeitete für Ludwig von Achaia, den Fürsten von Piemont, der 1418 starb, sowie für Gf. Amadeus VIII. von Savoyen in Thonon und Ripaille (Savoyen). Zwischen 1401 und 1430 weilte er mehrmals in Genf, wo er versch. Arbeiten in der Makkabäerkapelle ausführte (gegen 1414 Gewölbeverzierungen, 1429 Polychromie einer Statue). Die Malereien im Kreuzgang der Abtei von Abondance (gegen 1430) und in der Allerheiligenkapelle der Kirche Saint-Gervais in Genf (gegen 1440) sind von J.s Stil beeinflusst.

Quellen und Literatur

  • BLSK, 544 f.
  • Kdm GE 2, 124-128
  • Il gotico nelle Alpi, 1350-1450, Ausstellungskat. Trient, 2002
  • DBI 62, 171-174
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ um 1375–80 ✝︎ 27.4.1453

Zitiervorschlag

Schätti, Nicolas: "Jaquerio, Giacomo", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.07.2006, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018582/2006-07-04/, konsultiert am 30.11.2020.