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JeanPrindale

Zwischen 1372 und 1420 erw., aus Brüssel. Als angesehener Bildhauer begab sich P. 1390 nach Dijon zu Claus Sluter, mit dem er insbesondere das Grabmal Hzg. Philipps des Kühnen und den Mosesbrunnen schuf. Ab 1409 stand er in Diensten von Hzg. Amadeus VIII. von Savoyen in Chambéry, wo er die Bildhauerwerkstatt der Schlosskapelle leitete. Neben zahlreichen Landsleuten holte P. auch einen Verwandten, Arnaud. Grosse Aufträge erreichten ihn aus Genf, wo seine Mitarbeiter Perrin Lours und Guillaume du Boes tätig waren, und wohl auch aus Romainmôtier. Ausser einigen Fragmenten am Grabmal von Kardinal Jean de Brogny (1414 in Genf vollendet) sowie möglicherweise einigen Teilen am Chorgestühl der Kathedrale (1414-16) lässt sich kaum ein Werk mit Sicherheit P. zuschreiben, doch sollen zahlreiche Skulpturen im Burgund und im Piemont von ihm stammen.

Quellen und Literatur

  • C. Charles, Stalles sculptées du XVe siècle: Genève et le duché de Savoie, 1999
  • Corti e città: arte del Quattrocento nelle Alpi occidentali, Ausstellungskat. Turin, 2006, 54, 72, 116, 132 f., 147 f., 235-237, 239, 244 f.
  • N. Schätti, «Jean P. et l'activité des ateliers de sculpture franco-flamands à Genève et en Suisse», in K+A 58, 2007, 13-22, (mit Bibl.)
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Lebensdaten Ersterwähnung 1372 Letzterwähnung 1420