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GabrielHermann

25.4.1556 Aarau, 1632 vermutlich Bern, ref., 1577 Stadtsäss von Bern. Sohn des Andreas, Predigers am Siechenhaus Bern, später Pfarrers in Rohrbach, und der Maria Ougenweyd, Tochter des Hans, dt. Schulmeisters in Bern. 1578 Magdalena Gut. In Bern lernte H. zuerst Säckler (Feinlederarbeiter). 1594 erhielt er die Erlaubnis zur Eröffnung einer dt. Schule. Aufgrund seiner Verbesserungsvorschläge wurde mit der neuen Schulordnung von 1596 eine staatl. Primarschule, die sog. untere Schule, gegründet, die in der alten Lateinschule untergebracht war. H. reformierte die Lehrerbesoldung und schuf mit seinen Lehrkollegen ein stufenmässiges Klassensystem, in dem die Mädchen getrennt unterrichtet wurden, und zwar von H.s Cousine Sarah Schürer. Als Schreiblehrer fertigte er Schreibvorlagen an und liess 1603 ein Vorschriftenbüchlein drucken. Im gleichen Jahr verfasste er ein zum Gebrauch im Münster bestimmtes Psalmenbuch, das als kalligraf. Meisterstück gilt. H. schrieb ausserdem eine Geschichte der dt. Schule in Bern (1594-1616).

Quellen und Literatur

  • Feller/Bonjour, Geschichtsschreibung 1, 179 f.
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