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WiborataMörli

vor 1504, 1550 . Vermutlich Tochter des Hensli, Baders und Schmiedezünfters, und der Ursula Spengler. In den Quellen nur Wiborata Fluri genannt, stammte die Oberin wohl aus der St. Galler Bürgerfam. M., deren Repräsentanten z.T. diesen Beinamen trugen. M. war die letzte Vorsteherin der Unteren Klause St. Leonhard in St. Gallen. Ab 1524 geriet die Beginengemeinschaft unter den Druck der ref. Partei. In einer bis Aug. 1538 reichenden Schrift schildert M. die Übergriffe von Stadtbewohnern und Obrigkeit und die Mittel, mit denen sich die Schwestern gegen die Angriffe auf ihr Kloster, ihre Lebensweise und ihren Glauben zu wehren suchten. Über das Leben in der Gemeinschaft nach 1538 und bis zur endgültigen Auflösung des Hauses nach dem Tod der letzten Schwester im Jahr 1576 ist nichts bekannt.

Quellen und Literatur

  • HS IX/2, 618
  • R. Frohne, «Städt. Chronistik z.Z. der Reformation», in St. Gallen: Gesch. einer literar. Kultur, hg. von W. Wunderlich, Bd. 1, 1999, 300-302
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ vor 1504 ✝︎ 1550

Zitiervorschlag

Schmid Keeling, Regula: "Mörli, Wiborata", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.01.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018735/2009-01-05/, konsultiert am 06.12.2020.