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FranciscusNiger

um 1500, Ende 1563, aus Bassano del Grappa (Venetien). Sein ital. Name lautet Francesco Negri. Benediktinermönch im Kloster S. Giustina in Padua. Bereits 1524 neigte N. zum Luthertum. 1529-31 in Strassburg als Weber tätig, dort Kontakt mit diversen Reformatoren. N. heiratete Cunegonda Regina Fessi. Ab 1538 hielt er sich in Chiavenna auf, wo er eine Privatschule betrieb und klass. Sprachen unterrichtete. Sympathien für wiedertäufer. und antitrinitar. Lehren. 1550 nahm er am Täuferkonzil in Venedig teil. Er verfasste und übersetzte Schulbücher, schrieb einen Katechismus nach Martin Luther und die theol. Streitschrift "La tragedia del Libero arbitrio" (dt. "Tragödi vom freien Willen"), die 1559 auf dem päpstl. Index figurierte. In Basel erschien 1547 seine "Rhetia sive de situ et moribus Rhetorum", eine teilweise überzeichnete humanist. Lobschrift auf die bündner. Freiheit und religiöse Toleranz. Um ca. 1561-63 Aufenthalt in Pińczów bei Krakau im Kreis antitrinitarischer ital. Exilanten.

Quellen und Literatur

  • Rhetia: eine Dichtung aus dem 16. Jh. von Franciscus N. aus Bassano, hg. und übers. von T. Schiess, 1897
  • E. Barbieri, «Note sulla fortuna europea della "Tragedia del libero arbitrio" di Francesco Negri da Bassano», in Bollettino della Società di studi valdesi, Dez. 1997, 107-140
  • C. Bonorand, Reformator. Emigration aus Italien in die Drei Bünde, 2000, 145-149
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 19, 2001, 991-996
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ um 1500 ✝︎ Ende 1563