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HansIn der Schwendi

Erstmals erwähnt 1380, letztmals 1402. In der Schwendis Familiennamen ist möglicherweise mit dem Wohnort Schwende identisch. 1380 besiegelte er eine Urfehde. Da die Appenzeller dem Schiedsspruch des Schwäbischen Städtebunds 1379 nicht nachkommen wollten, wies König Wenzel 1380 fünf Personen stellvertretend für ihre Landleute an, dafür zu sorgen, dass dem Schiedsspruch Folge geleistet werde (Huldigung vor dem Abt von St. Gallen, Entrichtung von Steuern). Unter den fünf Personen befand sich auch Hans In der Schwendi. Er muss daher gewisse leitende Funktionen ausgeübt haben. 1402 wirkte er als letzter von der Abtei St. Gallen als Grundherrin eingesetzter Ammann. In der Schwendi war eine bedeutende Persönlichkeit in führender politischen Mission, eventuell gehörte er einer Art "Regierung" des Landes Appenzell an.

Quellen und Literatur

  • AWG, 308
  • AppGesch. 1, 132
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1380 Letzterwähnung 1402

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "In der Schwendi, Hans", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.06.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018898/2005-06-30/, konsultiert am 01.12.2022.