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HermannSchwendiner

Erstmals erw. 1472, letztmals 1502, von Appenzell (Rhode Schwende). Im Land Appenzell ist S. als Ratsherr (1472, 1475 und 1486) und als Landammann (1486, 1487-90) belegt. Er bekleidete in seiner Heimat 1484 das Amt eines Zehntmeisters (zuständig für die Steuern an das Kloster St. Gallen) und 1478 jenes des Landvogts im Rheintal. S. gehörte zu den Anführern des Rorschacher Klosterbruchs von 1489. Nach der Niederlage im St. Galler Krieg 1490 und den harten Bedingungen, welche die siegreichen Schirmorte u.a. den Appenzellern auferlegt hatten, wurde ihm vorgeworfen, er habe die Landsgemeinde falsch informiert und deren Vertrauen missbraucht. S. wurde aus der Eidgenossenschaft verwiesen und sein Vermögen konfisziert. Ab 1492 klagte er vor dem Reichskammergericht um dessen Rückgabe. Nach längerem Aufenthalt in Lindau am Bodensee wurde ihm 1498 die Rückkehr gestattet. 1502 verlangte die Tagsatzung von S., dass er die Appenzeller nicht mehr gerichtlich belästige, aber noch 1516 waren S.s Vermögensverhältnisse umstritten.

Quellen und Literatur

  • AWG, 310
  • AppGesch. 1, 264-284