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SamuelHofmann

Reiterbildnis des Freiburgers Franz Peter König, genannt von Mohr. Öl auf Leinwand, 1631 © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.
Reiterbildnis des Freiburgers Franz Peter König, genannt von Mohr. Öl auf Leinwand, 1631 © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg. […]

um 1595 Sax, 24.1.1649 Frankfurt am Main, ref., von Affoltern am Albis. Sohn des Samuel, Pfarrers, und der Anna Messer, Tochter eines Zürcher Kupferschmieds. 1622 Elisabeth Bassoy, genannt Lysbeth Jans. 1608-11 bildete sich H. bei Gotthard Ringgli zum Maler aus. 1613 führte er im aufgehobenen Kloster Töss bei Winterthur Restaurierungsarbeiten durch. Um das Jahresende 1614 ging er nach Amsterdam, wo er vermutlich eine Zeit lang als Geselle arbeitete, ab ca. 1617-18 selbstständig tätig war. 1622 kehrte er nach Zürich zurück. 1625 restaurierte er im Schloss Kyburg vierzehn Bildnisse von Vögten und malte Fahnen sowie Wappen. 1628 wurde er zusammen mit anderen Künstlern angeklagt, Flachmalerarbeiten ausgeführt zu haben. Er folgte der Aufforderung, die Zunft der Zimmerleute zu verlassen und sich in die Weinleutezunft einzukaufen. 1629 schlossen sich die Malermeister in einer neuen Handwerksordnung, der Gesellschaft der Malermeister, zusammen. H. pflegte mit Dietrich Meyer dem Älteren Kontakt. 1636 hielt sich H. vermutlich kurz in Holland auf, und 1638 weilte er wahrscheinlich am Oberrhein. Zudem war er in Basel tätig. 1640-41 erhielt er von Pietro Dolce, dem venezian. Gesandten in Zürich, Aufträge. Danach wirkte er bis 1644 wieder in Basel, anschliessend bis zu seinem Tod in Frankfurt am Main. Als führender Porträtist schuf H. zahlreiche Bildnisse angesehener Bürger und Bürgerinnen, u.a. des Hans Balthasar Bodmer (1619) und Hans Heinrich Müller (1622), des Statthalters Melchior Maag (1623/24 und 1635), des Gelehrten Johannes Murer (1628/29), des Bürgermeisters Salomon Hirzel (1630 und 1640) und des Antistes Johann Jakob Breitinger (1630 und 1635) sowie 1631 Reiterbildnisse des Freiburger Schultheissen Franz Peter König. Höfische Ganzfigurenbildnisse malte er u.a. 1628 für den Gf. Fürstenberg-Heiligenberg und 1630 für den Markgf. von Baden-Baden. H. schuf auch mytholog. und allegor. Darstellungen und führte darüber hinaus in der Schweiz die Stilllebenmalerei, v.a. diejenige von Kücheninterieurs, ein.

Quellen und Literatur

  • I. Schlégl, Samuel H. (um 1595-1649), 1980
  • BLSK, 498 f.
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Lebensdaten ∗︎ um 1595 ✝︎ 24.1.1649