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Johann BalthasarKeller

Porträt des Generalkommissars der königlichen Giessereien von Frankreich. Öl auf Leinwand von Hyacinthe Rigaud, um 1695 (Schweizerisches Nationalmuseum, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung, DEP-2935).
Porträt des Generalkommissars der königlichen Giessereien von Frankreich. Öl auf Leinwand von Hyacinthe Rigaud, um 1695 (Schweizerisches Nationalmuseum, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung, DEP-2935). […]

16.3.1638 Zürich, 1702 Paris, ref., von Zürich. Sohn des Johann Balthasar K.-Wetzel, Obervogts in Laufen. Bruder des Johann Jakob (->). 1682 Suzanne de Boubers, Tochter des Daniel, Vicomte de Benâtre et Boismont. Seine Lehre machte K. vermutlich in der Giesserei Füssli in Zürich. Danach ging er nach Paris zu seinem Bruder und trat in den Dienst von Kg. Ludwig XIV. Die Brüder K. (les Kellers) übernahmen 1666 die Leitung des Arsenals, wo sie v.a. Geschützrohre gossen. Ab 1669 wurden sie mit der Einrichtung der Giessereien in Douai (Artois), Besançon, Pignerol (Pinerolo, Piemont) und Breisach am Rhein beauftragt, bis sie 1674 nach Paris zurückkehrten. 1683-89 schuf K. nach Modellen versch. Bildhauer Plastiken für die Gartenterrassen von Versailles. 1693 gelang ihm aus einem Guss die Herstellung einer Reiterstatue Ludwigs XIV. nach einem Modell François Girardons. Dieser Erfolg brachte ihm die Ernennung zum Commissaire général de fontes de France. Später wurden die Gebrüder K. Opfer von Intrigen und Misserfolgen. Mitglied der Zürcher Konstaffel.

Quellen und Literatur

  • SKL 2, 152 f.
  • A. Magnien, «Les bronzes "K."», in Bull. de la Société de l'histoire de l'art français, 1996, 37-63
  • P. Cros, «Bronzes français du Grand Siècle», in L'estampille - L'objet d'art, 2000, Nr. 344, 50-57
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Lebensdaten ∗︎ 16.3.1638 ✝︎ 1702