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Johann LukasLegrand

Als Mitglied des Direktoriums der Helvetischen Republik. Radierung von Heinrich Pfenninger, 1798 (Universitätsbibliothek Basel, Portr BS Legrand JL 1755, 1).
Als Mitglied des Direktoriums der Helvetischen Republik. Radierung von Heinrich Pfenninger, 1798 (Universitätsbibliothek Basel, Portr BS Legrand JL 1755, 1).

30.5.1755 Basel, 4.10.1836 Fouday (Elsass), ref., von Basel. Sohn des Daniel, Grossrats und Zivilrichters. 1780 Rosina Lindenmeyer. L. erhielt eine pietist. Ausbildung in Chur und studierte ohne Abschluss Philosophie und Theologie in Basel, Leipzig und Göttingen. Er lernte Christian Gottlob Heyne kennen und übernahm das aufklärer. Gedankengut. 1779 kehrte er nach Basel zurück und wurde Seidenbandfabrikant. Er war Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen sowie Gründer und Vorsteher der Allg. Lesegesellschaft. 1783 wurde er Meister der Zunft zu Hausgenossen und Kleinrat, 1792 Landvogt von Riehen. 1798 wählte man ihn in die provisor. Nationalversammlung von Basel, dann zum Direktor der Helvet. Republik. L. entsandte Johann Heinrich Pestalozzi nach Stans und schützte Johann Kaspar Lavater vor polit. Verfolgung. Anfang 1799 trat er aus dem Direktorium aus. Mit Beginn der Mediation gehörte er dem Gr. und Kl. Rat von Basel an, doch verlegte er 1804 seine Fabrik ins Elsass und nahm ab 1812 Wohnsitz in Fouday nahe der Pfarrei von Johann Friedrich Oberlin. Zuletzt betätigte er sich rein philanthropisch. L. übernahm während der Basler Revolution von 1798 eine Führungsrolle innerhalb der progressiven Kräfte und sorgte massgeblich für den unblutigen Verlauf der Ereignisse.

Quellen und Literatur

  • Umriss einer provisor. Staats-Verfassung für den Canton Basel, 1798
  • H. Buser, «Johann Lukas L.», in Basler Biogr. 1, 1900, 233-288
  • A. Salvisberg, Revolution in Basel, 1998
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