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IgnazVenetz

Porträt des Ingenieurs an seinem Arbeitstisch. Öl auf Leinwand von Lorenz Justin Ritz, 1826 (Kunstmuseum Wallis, Sitten, BA201) © Kunstmuseum Wallis, Sitten; Fotografie Jean-Marc Biner.
Porträt des Ingenieurs an seinem Arbeitstisch. Öl auf Leinwand von Lorenz Justin Ritz, 1826 (Kunstmuseum Wallis, Sitten, BA201) © Kunstmuseum Wallis, Sitten; Fotografie Jean-Marc Biner. […]

28.3.1788 Visperterminen, 20.4.1859 Sitten, kath., von Stalden (VS). Sohn des Peter Ignaz, Schreiners, Kunsttischlers, Müllers und Bäckers, und der Anna Maria Stoffel. 1813 Maria-Josepha Andenmatten, Tochter des Peter Josef, Maurermeisters. Studien im Kollegium Brig, Lehre im franz. Korps für Brücken- und Wegebau. 1816-37 Walliser Kantonsingenieur, 1837-48 Adjunkt des waadtländ. Kantonsingenieurs, 1848-59 selbstständiger Ingenieur in der Waadt und im Wallis. Die Gletscherstürze am Giétrogletscher 1818, die Moränen der Talhänge und die Findlinge bis zum Jura führten V. zur Erkenntnis, dass die Gletscher einst viel weiter gereicht hatten. Er trug dies 1829 an der Jahresversammlung der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft auf dem Gr. St. Bernhard vor. Der Gedanke wurde von Jean de Charpentier und Louis Agassiz verbreitet. Die Entdeckung der Eiszeit war der bis heute grösste Beitrag der Schweiz zur Geomorphologie.

Quellen und Literatur

  • Mémoire sur les variations de la température dans les Alpes de la Suisse, 1833
  • I. Mariétan, «La vie et l'œuvre de l'ingénieur Ignace V.», in Bull. de la Murithienne 76, 1959, 1-51
  • H. Balmer, «Ignaz V., 1788-1859», in Gesnerus 27, 1970, 138-167
  • Ignaz V., hg. von S. Berchtold, P. Bumann, 1990
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