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FrançoisFranque

7.2.1710 Avignon, 28.10.1793 Paris. Sohn des Jean-Baptiste Franque, französischen Architekten. 1732 Aufnahme in die Académie de France in Rom, ab 1755 Mitglied der Académie royale d'architecture (Architektur). François Franque gilt als bedeutendster Architekt Südfrankreichs im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. 1763 zeichnete Franque in der Schweiz für Pierre-Philippe Cannac, den ehemaligen Direktor des Kutschenunternehmens von Lyon, die Pläne des Schlosses Hauteville in Saint-Légier-La Chiésaz, das ab 1764 in Zusammenarbeit mit dem Lyoner Maler Claude-Pierre Cochet gebaut wurde. 1764 lieferte er die Pläne für das Schloss Grand Clos in Rennaz, das Abraham Guillard gehörte, einem Kaufmann in Lyon und Schwager Cannacs. Von Franque stammen höchstwahrscheinlich auch die Entwürfe für das Schloss Villard in La Tour-de-Peilz, Besitz des mit den Familien Guillard und Cannac verwandten Obersten Jean François Guillaume Courvoisier. Die Schweizer Bauten von François Franque zeichnen sich durch die monumentale und originelle Inszenierung der verschiedenen Gebäudeteile aus – lange Seitenflügel um einen Ehrenhof in Hauteville, Seitenpavillons in Villard, Aufeinanderfolge zweier Höfe in Rennaz – sowie durch eine insbesondere in Hauteville sehr reiche Illusionsmalerei im Stil Ludwigs XVI. Die Anordnung der Räume im Innern zeigt jedoch nicht die grosse Geschicklichkeit, der Franque seinen Ruf verdankte.

Quellen und Literatur

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Kurzinformationen
Lebensdaten ≈︎ 7.2.1710 ✝︎ 28.10.1793

Zitiervorschlag

Monique Fontannaz: "Franque, François", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.08.2023, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019440/2023-08-11/, konsultiert am 29.02.2024.