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HenriPerregaux

14.10.1785 Lausanne, 27.1.1850 Lausanne, ref., von Lausanne, Corcelles-Cormondrèche, Les Geneveys-sur-Coffrane und Valangin. Sohn des Alexandre (->). 1828 Annette-Adélaïde-Antonie (genannt Adèle) Müller, Tochter des Louis-Auguste-Fidèle, Arztes. P. machte seine Ausbildung zum Architekten vermutlich bei seinem Vater. 1836 beteiligte er seinen ehem. Schüler, Achille de La Harpe, an seinem Architekturbüro. Obwohl P. fast nur für die Waadtländer Regierung als Architekt tätig war, bekleidete er selten staatl. Ämter: 1814-18 wirkte er als Bauinspektor in Lausanne sowie 1826-34 als Mitglied der Brücken- und Strassenkommission. P. war mit Abstand der wichtigste Waadtländer Architekt in der 1. Hälfte des 19. Jh. Seine zahlreichen, zwischen Freiburg und Thonon im klassizist. Stil erstellten privaten und staatl. Gebäude zeichnen sich durch nüchterne, einfache Formen aus. Nach seinen Plänen wurden Herrschafts- und Rathäuser, ref. und kath. Kirchen, Bezirksgefängnisse und Schulen gebaut. Interessant war P.s Beziehung zum MA, entfernte er doch z.B. 1827 in der Kathedrale von Lausanne den Lettner aus dem 13. Jh., um die Sicht auf den Chor freizumachen. Mit einer für jene Zeit bemerkenswerten Umsicht behandelte er die Struktur und das Dekor ma. Gebäude, restaurierte sie oder baute sie um. P. war einer der Pioniere der Neugotik im Waadtland. 1816 zwar als glühender Revolutionär bezeichnet, war er im Grunde liberal. 1815 und 1832 wurde P. in den Gemeinderat von Lausanne (Legislative) gewählt, 1815-33 war er dort Stadtrat. 1828 verfehlte er die Wahl in den Grossrat. Freimaurer, Mitglied der Bogenschützengesellschaft, 1819 Mitgründer des Cercle littéraire von Lausanne.

Quellen und Literatur

  • Architektenlex., 413
  • P. Bissegger, D'ivoire et de marbre: Alexandre et Henri P. ou l'âge d'or de l'architecture vaudoise, 1770-1850, 2007
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Lebensdaten ∗︎ 14.10.1785 ✝︎ 27.1.1850