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Pierre-DavidMatthey

14.4.1752 Genf, 23.7.1826 Genf, ref., von Le Locle und Neuenburg, ab 1770 von Genf. Sohn des Jean-Jacques, Maurers und Bauunternehmers, und der Etiennette Geneyne. 1776 Jacqueline Françoise Jouard, Tochter des Jacques, Uhrmachers. M. stammte aus einer Mauerfam. und wurde 1773 Baumeister. Sein Familienunternehmen übernahm 1773-83 regelmässig Aufträge für die Stadt Genf. 1774 reiste M. nach Paris, um sich mit dem von de Loriol neu erfundenen wasserdichten Zement vertraut zu machen. Ab 1775 betraute ihn die Stadt Genf als Architekt mit der Leitung von Bauarbeiten. 1779 entwarf er die Pläne für das Zeughaus, 1782 für vier Brunnenprojekte, das Tor von Cornavin sowie ein Projekt für den Abbruch des Torbogens von Bourg-de-Four, die allerdings beide nicht ausgeführt wurden. Zusammen mit dem Baumeister Hans-Ulrich Heldt leitete er 1782-83 die Bauarbeiten des Theaters von Les Bastions, dessen Pläne er wahrscheinlich nach einem Projekt von Claude Jean-Baptiste Jallier de Savault gezeichnet hatte. 1783-86 baute er mit Jean-Jacques Vaucher und Hans-Ulrich Heldt die Kaserne an der Rue des Granges. Im April 1785 wurde M. wegen Unzucht zu einem Monat Gefängnis verurteilt und verlor für zehn Jahre seine Bürgerrechte. Im Mai 1798 führte er mit Abraham Favre Arbeiten am Gemeindehaus von Chantepoulet durch. 1798-99 kaufte er ein Grundstück an der Promenade Saint-Antoine, für das er 1789-99 ein Projekt ausarbeitete. Man schreibt ihm ein kleines Relief der Stadt Genf zu. Ab 1774 Mitglied der Zunft der Maurer und Stukkateure.

Quellen und Literatur

  • AEG
  • BGE, Bilderslg.
  • G. Fatio, «Notre architecture locale», in Nos Anciens et leurs œuvres, 1905, 120
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.4.1752 ✝︎ 23.7.1826

Zitiervorschlag

Girard Cherpillod, Ariane: "Matthey, Pierre-David", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.08.2008, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019464/2008-08-28/, konsultiert am 26.11.2020.