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BenedettoAlfieri

3.6.1699 Rom, 6.12.1767 Turin, katholisch, aus einem Adelsgeschlecht von Asti (Piemont). Nach Rechtsstudien in Turin wurde Benedetto Alfieri 1724 Baumeister in Asti. 1738 liess er sich in Turin nieder, wo er 1739 von König Karl Emmanuel III. von Savoyen zum ersten königlichen Baumeister ernannt wurde. Alfieri verlieh Turin den Charakter einer modernen Residenzstadt, unter anderem vollendete er das Teatro Regio. Zu seinen Hauptwerken zählen die Kathedrale von Carignano (1756-1757) und die Fassade der Kathedrale von Vercelli. Während eines Aufenthalts in Genf schlug Alfieri 1752 für die Kathedrale Saint-Pierre einen kolossalen Säulenportikus vor, zum Teil auch aus statischen Gründen, da die Kathedrale einsturzgefährdet war. 1752-1756 wurde der Portikus unter der Leitung von Jean-Michel Billon realisiert; er stellt eine wichtige Etappe des Klassizismus dar.

Quellen und Literatur

  • A. Bellini, Benedetto Alfieri, 1978
  • Benedetto Alfieri, Ausstellungskat. Asti, hg. von M. Macera, 1992
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 3.6.1699 ✝︎ 6.12.1767

Zitiervorschlag

Marianne Rolle: "Alfieri, Benedetto", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.06.2002, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019467/2002-06-13/, konsultiert am 23.02.2024.