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vonLaupen

Grafengeschlecht des 12. und 13. Jh. Als erste Vertreter der L. werden 1130 Lütpold und sein Sohn Udolhart sowie 1133 Udolhart und Hupold als Zeugen in Urkunden Kg. Lothars III. zugunsten der Klöster Trub und Interlaken erwähnt. Da 1175 in einer Schenkungsurkunde von Hzg. Berchtold IV. von Zähringen ein Gf. Hupold und sein Bruder Ulrich als Zeugen auftreten, scheinen die Gf. von L. zu den vornehmsten Gefolgsleuten der Hzg. von Zähringen gehört zu haben. Die vermutlich letzte Angehörige des Geschlechts ist Anna, Witwe des Kuno von Bubenberg, die 1241 alle ihre Allodialrechte an den Bf. von Lausanne abtrat. Die Fam. war durch verwandtschaftl. Beziehungen mit den Rittergeschlechtern von Bubenberg, von Egerdon und von Grasburg mit Bern verbunden.

Keine Verwandtschaft ist hingegen mit dem vermutlich von L. zugewanderten Berner Burgergeschlecht gleichen Namens nachweisbar, aus dem Jörg (1502) hervorging. Dieser war Wirt des Gasthauses Krone und gründete 1500 eine v.a. mit Salz, Wein, Leder und Tuch handelnde Gesellschaft, die zusammen mit der Gesellschaft des Bartholomäus May für kurze Zeit die bern. Salzversorgung aus Salins monopolisierte, dann aber Konkurs ging, worauf die Teilhaber gegen ihn und nach seinem Tod gegen seinen Sohn Wolfgang langwierige Prozesse führten.

Quellen und Literatur

  • E. Blösch, «Die Gesch. von L.», in AHVB 8, 1875, 564-634, v.a. 597-602
  • E. Blösch, «Georg von L.», in AHVB 9, 1880, 270-351
  • J.-J. Joho, «L. und Sternenberg», in BZGH 29, 1967, 88-91

Zitiervorschlag

Braun, Hans: "Laupen, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.11.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019521/2008-11-18/, konsultiert am 25.10.2020.