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de LaMolière

Von einem Zweig der Herren de Font abstammendes savoy. Ministerialengeschlecht, das 1262 mit Guillaume erstmals bezeugt ist. Die M. verbanden sich mit den Fam. de Vaumarcus, de Font, von Goumoëns, d'Estavayer, von Ligerz, de Colombier und de Praroman. Sie besassen Schloss und Herrschaft La M. sowie Mitherrschaften, Güter und Rechte im Gebiet des heutigen freiburg. Broyebezirks (Bollion, Font, Forel, Châbles, Châtillon, Cheyres, Murist, Franex, La Vounaise, Seiry, Montborget) und in Yvonand. Die M. erwarben Ämter in den umliegenden Städten. Jean V. (erw. 1502-37), Junker und Mitherr von Cheyres, war 1506 Rat von Estavayer und Boniface (erw. 1507-33), Ritter und Mitherr von Font, erhielt 1529 das Bürgerrecht von Freiburg. Einzig Girard III. (erw. 1365-90), bischöfl. Vogt von Lausanne und Vogt der Waadt, machte eine bedeutende Karriere als Politiker und Verwalter. Die kirchl. Würdenträger der M. waren Henri IV. (erw. 1322-49), Domherr von Neuenburg und Solothurn, Aymo II. (erw. 1395-1415), Dekan von Romainmôtier und Prior von Montpreveyres sowie Rodolphe III. (erw. 1418, vor 30.6.1452), Prior von Bevaix. Zudem brachte die Fam. mit der Dominikanerin in Estavayer, Jeanne (erw. 1474-84), eine einzige Nonne hervor, jedoch zahlreiche Pfarrer, unter ihnen Claude II. (erw. 1550-62), Pfarrer von Assens und letzter Vertreter der männl. Linie.

Quellen und Literatur

  • GHS 2, 174-208
  • HS III/2, 575

Zitiervorschlag

Foerster, Hubert: "Molière, de La", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.11.2008, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019571/2008-11-26/, konsultiert am 24.11.2020.