de fr it

vonAffoltern

Hochfreiengeschlecht, benannt nach der nicht mehr erhaltenen Burg bei Affoltern im Emmental, nicht zu verwechseln mit den Schnabelburger Ministerialen von Affoltern am Albis und einer nach 1300 in Grossaffoltern zu verortenden Familie. Erster bezeugter Vertreter ist 1146 Hesso de Affoltron. Im 13. Jahrhundert Güterbesitz vor allem im Amt Willisau sowie Kirchensatz der Kirche Bolligen. Über Eigengüter in der näheren Umgebung von Affoltern ist nichts Näheres bekannt. In den 1270er Jahren Veräusserung umfangreicher Eigengüter, 1283 dagegen Aufkauf der Herrschaft Gerenstein östlich von Bern. Beziehungen bestanden zu den Grafen von Frohburg und Kyburg, Konnubien mit den Freiherren von Kramburg und den von Thorberg. Zwischen 1232 und ca. 1300 sind als letzte männliche Mitglieder des Geschlechts eine oder zwei Personen mit Namen Werner fassbar.

Quellen und Literatur

  • FRB 1-4
  • A. Bickel, Willisau 1, 1982, 135, 144 f.

Zitiervorschlag

Franziska Hälg-Steffen: "Affoltern, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.06.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019590/2001-06-05/, konsultiert am 29.11.2022.