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vonDüdingen

Freiburger Fam. von Freien und Ministerialen. Ihr erster bekannter Vertreter war Albertus, der 1180 als Zeuge in Urkunden der Abtei Hauterive erw. ist. Als Vasallen der Gf. von Thierstein besassen die D. zahlreiche Ländereien zwischen Saane und Sense, insbesondere in D. und Umgebung. Sie wurden zu wichtigen Bürgern der Stadt Freiburg. Ihre Grabstätten befanden sich in Hauterive oder in der Stadt Freiburg im Franziskaner- und Augustinerkloster. Einige D. wurden Bürger von Bern. 1250 teilte sich die Fam. in zwei Zweige. Die von Rudolf begründete ältere Linie trug den Namen und das Wappen der D. Die Vertreter dieses Zweigs hatten wichtige Ämter inne, so mit Wilhelm 1396-98 und Hensli 1398-1403 (->) zweimal jenes des Schultheissen. 1323-56 wurden die D. vom Haus Savoyen mit der Herrschaft Grasburg belehnt. Im Oberen Simmental besassen sie die Herrschaften Laubegg und Mannenberg (1356-78, erworben von Gf. Peter von Greyerz). Der ältere Zweig erlosch Ende des 14. Jh. Der jüngere Zweig wurde von Peter begründet. Durch dessen Heirat mit Aline, der letzten Vertreterin der Velga, erbte Peter sämtl. Güter dieser Fam. (zwischen Wünnewil und Heitenried gelegen). Dieser Zweig übernahm in der nächsten Generation das Wappen und den Namen Velga und stellte zwischen 1353 und 1503 in der Stadt Freiburg sieben Schultheissen. Die Burg Velga befand sich am Nordrand der Galternschlucht bei Freiburg. Dorothée, die letzte ihrer Linie, heiratete Hans Rudolf von Erlach (1504-53). Sie brachte alle Güter ihrer Fam. in die Ehe ein.

Quellen und Literatur

  • NEF 15, 1881, 32-36
  • M. de Diesbach, «La famille de Duens», in Ann. frib. 1, 1913, 241-243
  • H. de Vevey, «Armorial de la noblesse féodale du Pays allemand de Fribourg», in SAHer 50, 1936, 8-11