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vonHohenteufen

Zürcher Nobiles des 13. und 14. Jh., deren Güter und Rechte sich am Irchel (v.a. in Berg und Rorbas) konzentrierten. Die H. waren ein Zweig der sich bis Mitte des 13. Jh. wechselweise nach ihren zwei Burgen nennenden Fam. von Teufen und von Tiefenstein. Nach ihrer Blüte um 1220 musste diese auf Druck konkurrierender hochfreier Geschlechter, insbesondere Habsburgs, immer weitere Teile ihres breit gestreuten Besitzes aufgeben. 1272, im Jahr der Liquidation der Burg Tiefenstein und deren nachgehenden Schleifung durch Rudolf von Habsburg, ist Hugo als erstes Mitglied der Fam. belegt. Er war vermutlich ein Sohn des Hugo von Teufen, benannt nach der neuen Burg H. am Irchel (Gem. Freienstein-Teufen) und urkundete gemeinsam mit seinen Teufener Verwandten Kuno und dessen Söhnen Diethelm und Hugo. Mit seinem jüngeren Bruder Gerhard führte Hugo die Liquidation bis um 1300 fort. Nutzniesser waren die Klöster Einsiedeln und Töss. 1282 erbte Gerhard von der älteren Linie die in ein österr. Lehen umgewandelte Burg Teufen mit Zugehörde. 1307-14 war er Landrichter im Thurgau. Wahrscheinlich um 1300 wanderte Hugo in die Steiermark aus; nach dessen Tod 1314 verlieh Hzg. Leopold von Österreich H. an den Winterthurer Johannes zum Thor, der sich in der Folge nach seinem neuen Besitz nannte. Als letzter männl. Vertreter des Geschlechts wurde Gerhard von seinen Töchtern Kunigunde und Heilwig beerbt. Ihren Halbteil an Teufen verkaufte Letztere 1347 ebenfalls an die Fam. zum Thor.

Quellen und Literatur

  • GHS 2, 116-122
  • E. Eugster, Adlige Territorialpolitik in der Ostschweiz, 1991, 307-318
  • Sablonier, Adel