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vonLiebenbergReichsministerialen

Burgruine Liebenberg im Brand bei Mönchaltorf. Aquarell von Hans Erhard Escher, 1673 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).
Burgruine Liebenberg im Brand bei Mönchaltorf. Aquarell von Hans Erhard Escher, 1673 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv). […]

Geschlecht von Reichsministerialen des 13. Jh., die wohl ursprünglich im Gefolge der Zähringer standen und um 1100 in der Umgebung von Rheinfelden und Schaffhausen zu finden sind. Die L. sind 1209 erstmals belegt mit Heinrich, Schiedsrichter für Rheinau, dann 1217 mit Konrad, Zeuge für den Abt von St. Gallen. Als Parteigänger der Staufer verfolgte die Fam. eine Politik, die jener der Gf. von Kyburg entgegenlief. Ulrich, vermutlich ein Sohn Konrads, war 1243 Reichsministeriale und burgravius von Rheinfelden, 1249 fidelis Kg. Wilhelms. Unter kyburg. Druck übertrug Heinrich 1238 seine v.a. im nördlichen Kt. Zürich und in der Region Schaffhausen gelegenen Güter seiner Frau Berta. Dadurch waren sie dem Zugriff seiner Brüder entzogen. 1241 schenkte Heinrich einen Teil dieser Güter dem Kloster Töss. Nach Bertas Tod 1281 fiel auch der übrige Besitz der Fam. an das Kloster.

Quellen und Literatur

  • E. Zehnder, «Die Burg L. im Brand und ihre Besitzer», in Zürcher Chronik, 1957, 80-85
  • Sablonier, Adel, 65, 67, 113 f.
  • E. Eugster, Adlige Territorialpolitik in der Ostschweiz, 1991, 101-109